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Marc Chagall (* 24. Junijul. / 6. Juli 1887greg. in Peskowatik, heute Stadtteil von Witebsk, Russisches Kaiserreich, heute Belarus; † 28. März 1985 in Saint-Paul-de-Vence, Frankreich) war ein russisch-französischer Maler jüdischer Religionszugehörigkeit. Sein Geburtsname war Мойше Хацкелевич Шагал / Moische Chazkelewitsch Schagal.

Das familiäre Umfeld, sein Heimatort Witebsk und Motive aus der Bibel sowie aus dem Zirkus sind Hauptthemen seiner Bilder. Auch in seinen Mosaiken und in den von ihm gestalteten Fenstern und Theaterkulissen verwendete er die gleichen, stets wiederkehrenden Symbole. Chagall gilt als einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts. Er wird oft dem Expressionismus zugeordnet und als „Maler-Poet“ bezeichnet.

Seine erste künstlerische Ausbildung erhält Chagall 1907-1910 in St. Petersburg an der privaten Swansewa-Kunstschule, die von Léon Bakst geführt wird. Anschließend geht Chagall nach Paris, wo er die aktuellen Kunstströmungen und die Avantgarde kennenlernt, die ihn in seiner Malerei beeinflussen. Seine erste Einzelausstellung erhält der Künstler 1914 in Herwarth Waldens Berliner Galerie "Der Sturm". Den Ausbruch des Ersten Weltkrieges erlebt Chagall aber im heimischen Witebsk – dort wird er 1918 zum Kommissar für die Schönen Künste ernannt. Darüber hinaus gründet er eine Kunstakademie, an der auch El Lissitzky und Kasimir Malewitsch unterrichten. 1922 kehrt Chagall Russland endgültig den Rücken und lebt zunächst in Berlin, ab 1923 in Paris. Von dem bedeutenden Kunsthändler Ambroise Vollard erhält er 1923 den Auftrag, Nikolai Gogols Roman "Die toten Seelen" zu illustrieren. Weitere Kommissionen zu Illustrationszyklen folgen ab 1927, wie zu den Fabeln von La Fontaine. 1931-1939, weiter ab 1952 arbeitet Marc Chagall an seinen Bibel-Illustrationen, die 1956 erscheinen.

Marc Chagall verknüpft in seiner Kunst Elemente aus der russischen Volkskunst, der jüdischen Mystik und alten Legenden, schafft aber auch Szenen, die mit Traumbildern kombiniert sind. Es finden sich in seinem Oeuvre oftmals wiederkehrende Motive, wie etwa das Liebespaar, die Mondsichel, der Hahn oder das jüdische Schtetl.

Im Jahre 1941 entschließt sich Chagall zur Emigration in die USA. Eine erste umfassende Retrospektive seiner Werke zeigt 1946 das Museum of Modern Art in New York. 1947, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, kehrt der Künstler nach Paris zurück und lässt sich schließlich 1950 in Saint-Paul-de-Vence nieder, wo er am 28. März 1985 stirbt.

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